Air Compressor
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Welche Ursachen können zu einer niedrigen Drehzahl des Luftkompressormotors führen?

Erst prüfen, ob die Langsamkeit auf den Motor selbst oder auf die Last zurückzuführen ist.

Bei laufendem Kompressor nimmt die Drehzahl des Motors ab; zunächst ist zu prüfen, ob dies mit Anlaufschwierigkeiten, ungewöhnlichen Geräuschen, einem zu schnellen Temperaturanstieg oder einem abnormalen Auslassdruck einhergeht. Ist die Drehzahl im Leerlauf normal und sinkt sie nach dem Beladen deutlich, liegt dies in der Regel an einer zu hohen Last bzw. an Problemen im Luftversorgungssystem; zeigt sich dagegen auch im Leerlauf eine zu niedrige Drehzahl, sind vor allem Stromversorgung, Motor sowie die Steuerungsausgänge zu überprüfen.

II. Probleme mit der Stromversorgung und den elektrischen Anschlüssen

  • Niedrige Spannung:Liegt die Versorgungsspannung unterhalb des Nennbereichs des Motors, nimmt das Ausgangsdrehmoment ab, und der Motor neigt bei Belastung leicht zu einer Drehzahlabsenkung.
  • Phasenausfallbetrieb:Bei einem Drehstrommotor können bei einem Unterbrechen einer Phase, schlechtem Kontakt oder einer Fehlfunktion der Sicherung eine Drehzahlabsenkung, ein erhöhter Geräuschpegel sowie eine verstärkte Wärmeentwicklung auftreten.
  • Klemmen locker:Oxidation, Lockerung oder ein zu hoher Übergangswiderstand an den Anschlussklemmen können zu einer instabilen tatsächlichen Eingangsspannung führen.
  • Anomalie an den Kontakten des Schützes oder der Schalterkontakte:Kontaktabbrand und schlechter Schaltkontakt können zu einer unzureichenden Stromversorgung führen.

III. Fehler am Motorgehäuse

  • Windungsfehler:Zwischenwindungskurzschlüsse und eine Alterung der Wicklungsisolierung führen zu einem Rückgang des Wirkungsgrads, einer erhöhten Wärmeentwicklung sowie zu ungewöhnlichen Drehzahlverläufen.
  • Lagerschaden:Ein Mangel an Schmierung, Verschleiß oder Blockierungen der Lager erhöhen den Drehwiderstand, führen zu einer Verringerung der Drehzahl und gehen mit ungewöhnlichen Geräuschen einher.
  • Rotorschaden:Rotor‑Schleifkontakt, Exzentrizität oder mechanische Beschädigungen führen zu einem erhöhten Reibungswiderstand.

IV. Hauptmaschine der Druckluftanlage und mechanischer Widerstand

  • Host-Kartenblockierung:Fremdkörper im Kompressionsraum, unzureichende Schmierung oder innere Abnutzung führen zu einer deutlichen Erhöhung der Motorbelastung.
  • Schlechte Schmierung:Eine unzureichende Ölversorgung, ein zu niedriger Ölstand oder eine verschlechterte Ölqualität erhöhen den Widerstand der beweglichen Teile.
  • Anomalie der Antriebsmechanik:Eine schlechte Ausrichtung der Kupplung, ein zu straff gespannter Riemen oder eine Blockierung der Antriebsteile können die Drehzahl des Motors verringern.
  • Kühlung und Wärmeabfuhr unzureichend:Staubablagerungen und eine unzureichende Belüftung können zu einer übermäßigen Temperaturerhöhung des Motors oder der Antriebselemente führen und dadurch eine schützende Drehzahlabsenkung auslösen.

V. Anomalien im Steuerungssystem und bei den Betriebsparametern

  • Frequenzbegrenzung des Frequenzumrichters:Bei Verwendung einer Frequenzumrichtersteuerung kann eine fehlerhafte Einstellung der oberen Frequenzgrenze, der Beschleunigungszeit oder der Energiesparparameter dazu führen, dass der Motor die vorgesehene Drehzahl nicht erreicht.
  • Drucksignal abnormal:Fehlinterpretationen durch Drucksensoren oder Druckschalter können dazu führen, dass das System vorzeitig in den Niederfrequenz‑ oder Entlastungszustand übergeht.
  • Weichstart oder Steuerungsausfall:Ausgangsfehler, Störungen der Steuerplatine oder Auslösen der Schutzlogik können ebenfalls zu einer zu niedrigen Drehzahl führen.

VI. Empfohlene Reihenfolge der grundlegenden Prüfungen und Abklärungen

  • Zunächst prüfen Sie, ob die Netzspannung, die Phasenfolge und die Anschlussklemmen ordnungsgemäß funktionieren.
  • Prüfen Sie anschließend, ob der Motor überhitzt, ungewöhnliche Geräusche verursacht oder einen verbrannten Geruch aufweist.
  • Nach dem Trennen oder Entlasten der Last prüfen, ob sich die Drehzahl wieder einstellt, um zwischen einem Motorproblem und einem Problem am Hauptkompressor zu unterscheiden.
  • Prüfen Sie, ob Schmier-, Kühl- und Antriebsteile klemmen.
  • Überprüfen Sie die Betriebsfrequenz, die Druckeinstellungen sowie die Schutzparameter des Steuerungssystems.

VII. Sicherheitshinweise

Vor der Überprüfung elektrischer Störungen ist die Stromversorgung abzuschalten und sicherzustellen, dass die Kondensatoren vollständig entladen sind. Bei Arbeiten an Hochspannungsanlagen, Einstellungen von Frequenzumrichtern, Demontage- und Inspektionsarbeiten am Hauptgerät sowie bei Isolationsprüfungen wird empfohlen, diese von qualifiziertem Fachpersonal durchführen zu lassen. Sollte der Motor Rauchentwicklung, einen deutlichen Brandgeruch, anhaltende ungewöhnliche Geräusche oder eine rasche Temperatursteigerung aufweisen, ist das Gerät umgehend stillzulegen und zu überprüfen, um eine Ausbreitung des Defekts zu vermeiden.

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