Bestimmungsfaktoren des Luftdurchsatzes von Kompressoren in Pharmawerken
Die Durchflussmenge des Druckluftsystems in pharmazeutischen Fabriken weist keinen festen Standardwert auf. Die genaue Höhe des Durchflusses hängt ausschließlich von der Produktionsgröße, der jeweiligen Verfahrensart sowie der konkreten Ausstattung der luftverbrauchenden Anlagen ab. In der Regel kann die Durchflussmenge zwischen einigen zehn und mehreren hundert Kubikmetern pro Minute liegen.
Kernprozess, der die Flussanforderungen beeinflusst
In der Pharmaindustrie unterscheiden sich die Luftverbrauchsmengen in den einzelnen Produktionsstufen erheblich. Zu den wichtigsten Verwendungsbereichen zählen:
- Biologische Fermentation und Reaktionsprozesse:Die aerobe Fermentationsprozessführung erfordert eine kontinuierliche Zufuhr großer Mengen sterilen Luft; dies ist einer der energieintensivsten Prozessschritte und verlangt in der Regel den Einsatz von Hochdurchfluss‑Zentrifugal‑ oder Großschraubenkompressoren.
- Pneumatische Steuer- und Aktuatorik:Die pneumatischen Ventile, Membranventile sowie die automatisierten Steuerungssysteme im Reinraum benötigen eine stabile Druckluftversorgung; obwohl der Verbrauch an jedem einzelnen Anschluss gering ist, darf der insgesamt erforderliche Luftdurchfluss nicht unterschätzt werden.
- Materialförderung und Trocknung:Die Luftstromtrocknung sowie die pneumatische Förderanlage für Pulvermaterialien erfordern Druckluft mit hohem Druck und weisen einen hohen瞬时‑Durchflussbedarf auf.
- Verpackungsproduktionslinie:Automatisierte Verpackungsanlagen sowie Prozesse wie das Blasformen und das Etikettieren erfordern den Einsatz von Druckluft zur Antriebsschaltung und zur Reinigung.
Wie lässt sich der Durchfluss einer Druckluftmaschine wissenschaftlich abschätzen?
Zur Ermittlung der geeigneten Luftkompressorleistung folgen Pharmahersteller bei Planung und Auslegung in der Regel den nachstehenden Abschätzschritten:
- Statistische Erfassung des Gasverbrauchs am Endgerät:Geben Sie die Nennverbrauchswerte sämtlicher gasbetriebenen Geräte detailliert an und unterscheiden Sie zwischen Geräten mit kontinuierlichem und solchen mit intermittierendem Gasverbrauch.
- Einführung des gleichzeitigen Nutzungskoeffizienten:Angesichts der Tatsache, dass nicht alle Anlagen gleichzeitig ihren maximalen Gasverbrauch erreichen, ist ein angemessener Gleichzeitigkeitskoeffizient entsprechend den konkreten Gegebenheiten des Produktionsprozesses festzulegen.
- Berechnung der Netzverluste:Bei der Förderung von Druckluft in Rohrleitungen treten Druckverluste und geringfügige Leckagen auf; daher ist im Allgemeinen ein zusätzlicher Sicherheitszuschlag gegenüber den theoretisch berechneten Werten erforderlich.
- Vorbehaltlich des Erweiterungsspielraums:Unter Berücksichtigung möglicher zukünftiger Kapazitätserweiterungen oder Anlagenerweiterungen in der Pharmaindustrie wird bei der Auslegung der Anlagen in der Regel ein Leistungsspielraum von zehn bis zwanzig Prozent vorgesehen.
Spezielle Qualitätsanforderungen an Kompressoren in Pharmawerken
Bei der Berücksichtigung des Luftdurchsatzes legen Pharmahersteller äußerst strenge Anforderungen an die Qualität der Druckluft zugrunde. Ebenso wichtig wie der Durchsatz ist die Reinheit der Luft. Pharmahersteller sind verpflichtet, ölfreie Kompressoren einzusetzen und diese mit mehrstufigen Filter‑ und Trocknungssystemen auszustatten, um sicherzustellen, dass die Druckluft frei von Öl, Wasser und Partikeln ist und somit die Qualität der Arzneimittel nicht beeinträchtigt wird. Daher darf bei der Auswahl eines Kompressors nicht allein auf den Durchflusswert geachtet werden; vielmehr ist eine umfassende Bewertung der Abluftqualität sowie der Systemstabilität erforderlich.
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