Durchfluss und Verdrängungsvolumen eines Luftkompressors unterscheiden sich klar; ihre zentralen Definitionen und die von ihnen erfassten Sachverhalte sind grundverschieden. Die konkreten Unterschiede lauten wie folgt:
1. Unterschied in der zentralen Definition
– Verdrängungsvolumen: Es bezeichnet das theoretisch vom beweglichen Teil des Luftkompressors innerhalb einer Zeiteinheit verdrängte Luftvolumen und ist eine inhärente Eigenschaft des Geräts, die allein durch dessen mechanische Konstruktion bestimmt wird.
– Durchfluss: Er gibt das tatsächlich im Betrieb abgegebene, nutzbare Luftvolumen an und stellt den realen Produktionswert des Geräts dar.
2. Unterschiede im praktischen Anwendungskontext
Das Verdrängungsvolumen ist ein bei der Herstellung festgelegter theoretischer Grenzwert und berücksichtigt weder Leckagen noch sonstige Verluste während des Betriebs; der Durchfluss hingegen wird von zahlreichen Faktoren wie Umgebungsbedingungen und Betriebszuständen beeinflusst und liegt in der Regel unter dem entsprechenden Verdrängungswert, womit er die im tatsächlichen Produktionsprozess direkt nutzbare effektive Luftmenge angibt.
Beide Größen entsprechen jeweils der theoretischen und der realen Leistungsfähigkeit des Geräts und dürfen im alltäglichen Betrieb sowie bei der Kapazitätsberechnung nicht ohne Weiteres gleichgesetzt oder verwechselt werden.