Technische Empfehlungen zur Optimierung der Luftversorgungseffizienz von Schraubenluftkompressoren
Zur Behebung des Problems der sinkenden Luftförderleistung einer Schraubenluftkompressoranlage können systematische Prüfungen und Optimierungen in folgenden Bereichen vorgenommen werden:
1. Inspektion des Ansaugsystems
- Bewertung des Filterzustands
- Demontieren Sie den Luftfilter und prüfen Sie, ob das Filtermaterial durch Staub und Ölrückstände verstopft ist.
- Halten Sie das Filterelement gegen das Licht; bei einer Lichtdurchlässigkeit von weniger als 50 % wird ein Austausch empfohlen.
- Reinigungsintervall: In staubigen Umgebungen alle 500 Betriebsstunden, in sauberen Umgebungen alle 2.000 Betriebsstunden.
- Durchgängigkeit der Ansaugleitung
- Prüfen Sie, ob der Ansaugschlauch geknickt oder eingedrückt ist.
- Die Anströmgeschwindigkeit am Lufteinlass ist zu messen; der Sollwert beträgt ≥ 3m/s
- Entfernen Sie gegebenenfalls im Rohrleitungssystem vorhandene Fremdkörper (z. B. Verpackungsmaterialreste).
2. Validierung der Druckregelung
- Druckschaltereinstellung
- Verwenden Sie ein Manometer, um die Einstellwerte des Entlastungsdrucks und des Einschaltdrucks zu überprüfen.
- Es wird empfohlen, den Ablassdruck auf nicht mehr als das 1,1‑fache des Nenndrucks zu begrenzen.
- Bei der Einstellung ist der Druckunterschied im Bereich von 0,2 bis 0,3 MPa zu halten.
- Funktionsprüfung des Magnetventils
- Betätigen Sie das Magnetventil manuell und beobachten Sie, ob am Auslass Gas austritt.
- Die Wicklungswiderstände der Magnetventile sind zu prüfen; der Normalwert liegt zwischen 20 und 50 Ω.
- Bei einer Spulentemperatur über 65 °C ist ein Austausch erforderlich.
3. Wartung der Hauptkomponenten
- Spaltmessung der Schraubenrotoren
- Mit einer Fühlerlehre den Spalt zwischen den Stirnflächen der positiven und negativen Rotoren messen.
- Der normale Spalt sollte 0 betragen. 05-0.15mm, bei Überschreitung des zulässigen Bereichs ist eine Anpassung erforderlich
- Diese Maßnahme ist von Fachpersonal unter Verwendung spezieller Werkzeuge auszuführen.
- Zustand des Öl-Gas-Abscheiders
- Beobachten Sie das Druckdifferenzmanometer des Abscheiders; bei einem Überdruck von mehr als 0,1 MPa ist ein Austausch erforderlich.
- Prüfen Sie, ob die Rücklaufleitung verstopft ist, und stellen Sie sicher, dass der Ölrückfluss ordnungsgemäß erfolgt.
4. Überprüfung des Systems auf Leckagen
- Dichtheitsprüfung von Rohrleitungen
- Im abgeschalteten Zustand des Geräts die Rohrverbindungen mit Seifenwasser befeuchten.
- Die Flanschverbindungen und die Dichtflächen der Armaturen sind besonders zu prüfen.
- Die Leckstelle ist erneut mit Teflonband zu umwickeln und die Schrauben sind festzuziehen.
- Prüfung des Sicherheitsventils des Gasspeichers
- Heben Sie den Hebel des Sicherheitsventils manuell an und prüfen Sie, ob eine ordnungsgemäße Entlüftung erfolgt.
- Es wird empfohlen, alle sechs Monate von einer metrologischen Einrichtung einen Druckablassdrucktest durchführen zu lassen.
5. Optimierung der Umweltfaktoren
- Kühlsystemprüfung
- Reinigen Sie die Ablagerungen auf der Oberfläche des Kühlers und stellen Sie sicher, dass die Kühlfläche ≥ beträgt. 80%
- Die Drehzahl des Kühlgebläses ist zu prüfen; sie sollte mindestens 90 % des Nennwerts erreichen.
- Bei Umgebungstemperaturen über 40 °C wird die Installation einer Zwangsbelüftungsanlage empfohlen.
- Bestätigung der Versorgungsqualität
- Mit einem Multimeter die Gleichmäßigkeit der Dreiphasenspannung messen; die Abweichung sollte < sein. 5%
- Prüfen Sie, ob die Kabelanschlussklemmen lose sind; der Übergangswiderstand sollte< 0,1 Ω betragen.
6. Empfehlungen zur fachgerechten Wartung
Sollten die oben genannten Maßnahmen keine Abhilfe schaffen, wird empfohlen:
- Wenden Sie sich an den Gerätelieferanten, um eine dynamische Auswuchtung der Schneckenschaufeln durchführen zu lassen.
- Die Parameter des Steuerungsprogramms werden zurückgesetzt.
- Durchführung von Gesamtleistungstests und Erstellung der Druck‑‑Durchfluss‑Kurve
Diese Empfehlung gilt für konventionelle Schraubenluftkompressoren; bei Sonderbetriebsbedingungen (z. B. frequenzgesteuerter Betrieb, zweistufige Verdichtung) sind entsprechende Spezialprüfungen gemäß der Gerätebetriebsanleitung durchzuführen. Vor Beginn der Arbeiten ist sicherzustellen, dass die Stromversorgung unterbrochen und ein Warnschild angebracht wurde.