Potenzielle Risiken der Betriebsführung von Druckluftbehältern über ihre konstruktionsbedingte Lebensdauer hinaus
Der Druckluftspeicher eines Kompressors gehört zu den Druckbehältern und ist über längere Zeit wechselnden Belastungen sowie hohem Druck ausgesetzt. Überschreitet er seine berechnete Lebensdauer, nimmt die Gesamtleistung der Anlage erheblich ab und entstehen nicht zu vernachlässigende Sicherheitsrisiken.
- Materialalterung und Metallermüdung:Bei langfristigen Druckschwankungen neigt der Stahl des Behälterkörpers zur Ausbildung mikroskopischer Risse. Eine über die vorgesehene Nutzungsdauer hinausgehende Betriebszeit verstärkt die metallische Ermüdung und erhöht das Risiko eines Berstens oder gar einer Explosion des Behälters.
- Korrosionsabnutzung:Druckluft enthält in der Regel Feuchtigkeit und Verunreinigungen, die sich über längere Zeit am Behälterboden ansammeln und zu Korrosion der Innenwand führen. Je länger der Betrieb andauert, desto stärker nimmt die Wanddicke ab, und die Druckbelastbarkeit sinkt erheblich.
- Alterung der Sicherheitskomponenten:Sicherheitsventile, Manometer und andere Zusatzgeräte haben jeweils eine eigene Lebensdauer sowie festgelegte Prüfintervalle. Bei über den vorgeschriebenen Zeitraum hinaus betriebenen Anlagen kommt es häufig zu einer Alterung der zugehörigen Komponenten, was dazu führen kann, dass bei Überdruck die Druckentlastung nicht rechtzeitig erfolgt.
Vorschriften und Prüfanforderungen für Sondermaschinen und -anlagen
Druckbehälter gelten als Sonderanlagen; ihre Herstellung, ihr Betrieb und ihre Prüfung unterliegen der strengen Aufsicht durch die einschlägigen nationalen sicherheitstechnischen Vorschriften. Für Druckbehälter, die die festgelegte Berechnungsnutzungsdauer erreicht haben, sind in den Vorschriften klare Entsorgungs‑ bzw. Umgangsregelungen vorgeschrieben.
Im Allgemeinen beträgt die vorgesehene Nutzungsdauer eines Druckluftbehälters 10 oder 15 Jahre (maßgeblich sind das Typenschild des Geräts sowie die Konstruktionsunterlagen). Hat das Gerät seine berechnete Lebensdauer erreicht, ist der Betreiber verpflichtet, bei einer befähigten Prüfstelle für Sonderanlagen eine umfassende Inspektion zu beantragen. Druckluftbehälter, die nicht geprüft wurden oder deren Prüfung negativ ausfällt, dürfen keinesfalls weiter in Betrieb genommen werden.
Die korrekte Entsorgung überlagerten Gasbehälters
Angesichts von Gasspeichern, die ihre konstruktive Lebensdauer überschritten haben, sollten Unternehmen keine Glückssuche betreiben und vielmehr gemäß den Prüfergebnissen ordnungsgemäße Maßnahmen ergreifen.
- Antrag auf Verlängerung der Nutzungsdauer:Wenn die umfassende Prüfung ergibt, dass der Behälter in einwandfreiem Zustand ist und sämtliche Kennwerte den Sicherheitsanforderungen entsprechen, stellt die Prüfstelle eine Bescheinigung über die Zulassung zur weiteren Nutzung aus und legt den nächsten Prüfzeitraum fest. Der Betreiber hat diese Bescheinigung vorzulegen, um bei der zuständigen Aufsichtsbehörde für Sondermaschinen und -anlagen eine Änderung im Nutzungsregistrierungszertifikat zu beantragen.
- Verschrottung und Austausch:Wird bei der Prüfung eine starke Korrosion, Risse oder eine Wandstärke festgestellt, die unter der sicheren Mindestwandstärke liegt, so wird die Anlage als nicht konform eingestuft. In diesem Fall ist die weitere Nutzung unverzüglich zu unterbinden; das betroffene Gerät ist zerstörend zu entsorgen, und es ist ein neuer Druckluftbehälter gemäß den aktuell geltenden nationalen Normen zu beschaffen.
Empfehlungen zur täglichen Wartung und zum Sicherheitsmanagement
Um die tatsächliche sichere Nutzungsdauer der Gasbehälter zu verlängern und die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen, sollten Unternehmen im Rahmen der täglichen Betriebsführung folgende Maßnahmen ergreifen:
- Führen eines vollständigen Anlagenverzeichnisses:Führen Sie detaillierte Aufzeichnungen über die Auslieferungsdaten des Druckluftbehälters, seine geplante Lebensdauer sowie über sämtliche Prüfberichte und Wartungsnachweise; planen Sie rechtzeitig die fälligen Inspektionen oder den Austausch.
- Standardisierung der täglichen Inspektionen und der Abwasserentsorgung:Der Bediener hat den Zustand des Manometers und des Sicherheitsventils täglich zu überprüfen und die Ablassventile in regelmäßigen Abständen zu öffnen, um Wasser und Ölablagerungen am Behälterboden abzuführen und die Korrosionsgeschwindigkeit der Innenwand zu verlangsamen.
- Verbot der unzulässigen Umbauten:Es ist untersagt, den Gasbehälter ohne Genehmigung zu schweißen, Löcher zu bohren oder die Einstelldrücke der Sicherheitsvorrichtungen zu verändern; sämtliche Änderungen dürfen ausschließlich von einer entsprechend qualifizierten Stelle vorgenommen werden.
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