Air Compressor
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Sind ölfreie und ölgeladene Kompressoren dasselbe?

Grundlegende Konzepte von ölfreien und ölgeschmierten Kompressoren

In der industriellen Produktion ist der Luftkompressor das zentrale Antriebsgerät. Viele Anwender verwechseln bei der Auswahl zwischen den Begriffen „mikroölig“ und „ölig“. Tatsächlich weisen beide Konzepte hinsichtlich des Schmierprinzips Ähnlichkeiten auf, unterscheiden sich jedoch grundlegend in Bezug auf die Qualität der Abluft sowie auf die Systemkonfiguration.

Ölfreier KompressorIn der Regel handelt es sich um herkömmliche öleingespritzte Schmierkompressoren. Während des Kompressionsvorgangs wird Schmieröl in die Kompressionskammer eingespritzt und erfüllt dabei die Funktionen der Schmierung, Kühlung, Abdichtung sowie der Geräuschdämpfung. Aufgrund der Öl‑Luft‑Mischung enthält die abgeführte Druckluft eine bestimmte Menge an Schmieröltropfen und Öldampf.

Mikroölfreier LuftkompressorAuf der Grundlage der Ölsprüh‑Schmierung wird mithilfe eines integrierten, hocheffizienten Öl‑Luft‑Trennsystems sowie einer nachgeschalteten Präzisionsfiltereinheit der Ölgehalt der Druckluft auf ein äußerst niedriges Niveau gesenkt. Im Wesentlichen bleibt dies weiterhin im Bereich der Ölsprüh‑Schmierung angesiedelt, doch die Qualität der Abluft übertrifft die von herkömmlichen ölgeladenen Kompressoren bei Weitem.

Der zentrale Unterschied zwischen beiden

Die wesentlichen Unterschiede zwischen ölfreien und ölgelagerten Kompressoren zeigen sich in den folgenden Aspekten:

  • Ölgehalt der Druckluft:Das von herkömmlichen ölbefeuerten Kompressoren abgegebene Gas weist einen relativ hohen Ölgehalt auf; eine direkte Nutzung könnte das Endprodukt verunreinigen. Mikroölkompresseure hingegen durchlaufen mehrstufige Trenn‑ und Filterprozesse, wodurch ihr Ölgehalt äußerst niedrig bleibt und sie die Anforderungen an saubere Druckluft in den meisten konventionellen Industriebranchen erfüllen.
  • Interne Struktur und Nachbearbeitungskonfiguration:Der Mikroölmotor ist intern mit einem hochpräzisen Öl‑Gas‑Trennfilter ausgestattet und muss in der Regel mit einem nachgeschalteten Feinfilter sowie einem Trockner kombiniert werden, um die Reinheit des Endprodukts sicherzustellen; bei ölbefeuerten Motoren ist die Nachbehandlung hingegen relativ einfach.
  • Wartungs- und Betriebskosten:Mikroölfreie Kompressoren stellen strengere Anforderungen an die Ölqualität sowie an die Wechselintervalle der Öl‑Luft‑Trennfilter und der Filterelemente; daher sind die laufenden Wartungskosten und die Ausgaben für Verbrauchsmaterialien in der Regel höher als bei herkömmlichen ölbefeuerten Kompressoren.

Unterschiede in den Anwendungsszenarien

Aufgrund der unterschiedlichen Abgasqualität lassen sich die jeweiligen Anwendungsbereiche deutlich voneinander abgrenzen:

Anwendungsbereiche von Ölkolbenkompressoren:Es eignet sich vor allem für die Schwerindustrie und die Grundstoffindustrie, in denen keine besonders hohen Anforderungen an die Reinheit der Druckluft gestellt werden. Beispiele hierfür sind der Bergbau, das Bauwesen, die allgemeine Metallbearbeitung sowie der Antrieb von Druckluftwerkzeugen. In diesen Anwendungsbereichen kann eine geringe Menge Schmieröl den Druckluftwerkzeugen sogar einen gewissen Rostschutz und eine wirksame Schmierung bieten.

Anwendungsbereiche von Mikroölfreien Schraubenkompressoren:Geeignet für Branchen, die zwar gewisse Anforderungen an die Luftqualität stellen, jedoch noch nicht die strengen Anforderungen eines ölfreien Betriebs erfüllen. Beispiele hierfür sind die Textil‑ und Bekleidungsindustrie, die Herstellung elektronischer Bauteile, die Verpackung von Lebensmitteln sowie das Spritzgießen von Kunststoffen und automatisierte Fertigungsstraßen. Mikroölfreie Kompressoren ermöglichen es, eine relativ saubere Gasqualität zu gewährleisten und bieten gleichzeitig ein besseres Preis‑Leistungs‑Verhältnis als vollständig ölfreie Geräte.

Wie wählt man den passenden Kompressor aus?

Bei der Entscheidung zwischen einem ölfreien und einem ölgelagerten Kompressor empfiehlt sich eine umfassende Bewertung anhand folgender Kriterien:

  • Klare Gasverbrauchsstandards:Detaillierte Abklärung der spezifischen Anforderungen der Endverbrauchsanlagen hinsichtlich Feuchtigkeit, Ölgehalt und Staub. Sind die Endgeräte äußerst empfindlich gegenüber Ölverschmutzungen, sollten ölfreie oder sogar ölfreie Kompressoren in Betracht gezogen werden.
  • Ermittlung der Gesamtkosten:Neben dem Vergleich der Anschaffungskosten des Geräts sind auch die später anfallenden Stromkosten, die Häufigkeit des Austauschs von Verbrauchsmaterialien sowie die Wartungs‑ und Personalkosten in die Gesamtkostenüberlegungen über den gesamten Lebenszyklus einzubeziehen.
  • Systemkonfiguration optimieren:Unabhängig von der gewählten Maschinenkonfiguration sollten Druckluftbehälter, Trockner sowie mehrstufige Filter sinnvoll ausgelegt und zu einem vollständigen Druckluftaufbereitungssystem zusammengesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit der Kompressoren optimal auszuschöpfen.

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