Kernergebnis: In der Regel wird von einem direkten Aufkleben an die Nachbarfläche abgeraten.
Bei der Planung von Industriehallen und Gewerbegebieten ist die Standortwahl für Druckluftanlagenräume sowie für Hoch‑ und Niederspannungs‑Schaltanlagen von entscheidender Bedeutung. Unter Berücksichtigung der Betriebscharakteristika der Anlagen und der jeweiligen Umweltanforderungen gilt:In der Regel wird davon abgeraten, die beiden direkt nebeneinander anzubringen.Die Hoch‑ und Niederspannungs‑Schaltanlagenräume stellen äußerst hohe Anforderungen an Staub‑, Feuchtigkeits‑ und Schwingungsschutz; gleichzeitig erzeugt der Kompressorraum im Betrieb erhebliche Vibrationen, Lärm sowie Wärme, sodass zwischen den jeweiligen Umweltanforderungen ein natürlicher Konflikt besteht.
Die wichtigsten Risiken bei der Gestaltung von Werbeanzeigen
Wird der Kompressorraum unmittelbar neben dem Schaltraum angeordnet, können sich folgende Gefahren für den sicheren Betrieb der elektrischen Anlagen ergeben:
- Vibrationsstörung:Während des Betriebs erzeugt der Druckluftkompressor kontinuierliche Niederfrequenzschwingungen. Langfristige Vibrationen können zu Lockerungen und schlechten Kontakten der elektrischen Bauteile im Schaltschrank führen und sogar zu Fehlauslösungen der Relaisschutzgeräte bewirken.
- Einfluss von Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie von Ölverschmutzungen:Der Kompressorraum weist eine hohe Wärmeabgabe auf, und bei einigen Anlagen können geringe Mengen an Öl‑ und Gasdämpfen freigesetzt werden. Bei unzureichender Abdichtung können hohe Temperaturen sowie ölhaltige Stäube in den Schaltraum eindringen, was die Alterung der elektrischen Isoliermaterialien beschleunigt und die Lebensdauer der Geräte verringert.
- Gefahren durch Wasser- und Ölleckagen:Wassergekühlte Kompressoren oder Nachbehandlungsanlagen sind mit Kühlwassersystemen verbunden; bei Rohrbrüchen oder einer unzureichenden Ableitung des Kondensats besteht die Gefahr von Wasseraustritt. In Schaltraumräumen dürfen keinerlei Wasserleitungen verlaufen, und es dürfen keine potenziellen Leckagequellen bestehen.
Eingeschränkt zeitlich verpflichtende Schutzmaßnahmen
Sind aufgrund der räumlichen Beschränkungen des Werksgeländes beide Anlagen unmittelbar nebeneinander zu platzieren, sind im Rahmen der Gebäudekonstruktion sowie der Planung der technischen Versorgungsleitungen strenge physikalische Trenn- und Schutzmaßnahmen vorzusehen:
- Strukturelle Schwingungsisolierung:Die Fundamente der Druckluftkompressoranlagen sind von der Gebäudehauptkonstruktion zu entkoppeln; es sind eigenständige Anlagengründungen zu errichten, die mit speziellen Schwingungsdämpfungsmatten oder -dämpfern ausgestattet werden, um die Übertragung von Festkörpergeräuschen und Vibrationen bereits an der Quelle zu unterbinden.
- Physische Wandisolierung:Die Trennwand zwischen den beiden Räumen muss eine massiv ausgeführte Brandschutzwand ohne Fenster- und Türöffnungen sein; zudem ist sie mit entsprechenden Schall‑ und Feuchtigkeitsschutz‑Eigenschaften auszustatten, um die Luftdichtheit des Schaltraums zu gewährleisten.
- Strenge Vermeidung von Leitungsverläufen:Es ist strengstens untersagt, jegliche Wasser-, Öl- oder Druckluftleitungen, die nicht zum Schaltanlagenraum gehören, über die Decke oder im Inneren des Hoch‑ und Niederspannungsschaltanlagenraums zu führen. Die Abwasser‑ und Abluftleitungen der Druckluftkompressoren sind entsprechend so zu verlegen, dass sie nach außen oder in einen speziellen Kanal geführt werden.
- Unabhängige Belüftung und Wärmeableitung:Die Lüftungs- und Klimaanlagen der beiden Räume müssen vollständig voneinander getrennt sein, um zu vermeiden, dass heiße Luft oder ölig beladene Luft aus dem Kompressorraum über die Lüftungskanäle in den Schaltraum gelangt.
Zusammenfassung und Planungsempfehlungen
Bei der Erstellung von Gesamtplanungen und im Hochbau ist vorrangig darauf zu achten, die Hoch‑ und Niederspannungs‑Schaltanlagen in Bereichen anzusiedeln, die über eine saubere Umgebung verfügen, frei von starken Vibrationen sind und keine Gefahr von stehendem Wasser bergen. Der Kompressorraum sollte nach Möglichkeit einen angemessenen Sicherheitsabstand zur Schaltanlage einhalten. Ist eine unmittelbare Nachbarschaft dennoch erforderlich, sind die einschlägigen Bau‑ und Elektro‑Planungsnormen strikt einzuhalten; zudem sind sämtliche Maßnahmen zur Schwingungsdämpfung, Abdichtung sowie zum Brandschutz umzusetzen, um die absolute Sicherheit des Energieversorgungs‑ und -verteilungssystems zu gewährleisten.
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