Was genau versteht man unter der Hubraumgröße?
Luftverdrängungsmenge des KompressorsIn der Regel gibt sie das Volumen des von einem Kompressor innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit abgegebenen Gases an und ist ein Strömungskonzept; sie entspricht nicht dem statischen Gasvolumen bei einem bestimmten Druck. Üblicherweise wird sie in Kubikmetern pro Minute oder pro Stunde angegeben.
Da das Gasvolumen sich mit Druck und Temperatur ändert, muss die Fördermenge auf einen eindeutigen Umrechnungszustand bezogen werden. Die Frage allein nach „welchem Gas bei welchem Druck“ ist unvollständig; zudem sind Temperatur, Druckbezugswert sowie Messbedingungen zu prüfen.
Das Hubvolumen entspricht häufig dem jeweiligen Druckzustand.
- Einatmungszustand:Auf der Grundlage des Drucks und der Temperatur am Ansaugstutzen des Kompressors umgerechnet, gibt sie das Volumen der in den Kompressor eintretenden Luft wieder.
- Freie Luftmenge:Gemeinhin wird damit die Luftmenge bezeichnet, die auf den Zustand der Umgebungsluft am Einlass umgerechnet wird, um eine Vergleichbarkeit der tatsächlichen Förderleistung zu ermöglichen.
- Standardzustand:Nach Umrechnung auf die in den einschlägigen Normen festgelegten Temperatur‑ und Druckbedingungen können in verschiedenen Anwendungsfällen unterschiedliche Vereinbarungen gelten; maßgeblich ist jeweils das technische Dokument.
Daher bezeichnet der Hubraum nicht einfach das „Volumen unter Abgasedruck“. Auf Typenschildern, in Kennzeichnungs‑ oder Prüfberichten werden in der Regel der jeweilige Zustand, die Einheit sowie die Prüfbedingungen angegeben.
Beziehung zwischen Hubraum und Abgasdruck
AuspuffdruckGibt den Druckniveau an, das nach der Kompression des Gases erreicht werden kann; dieser hängt in der Regel mit dem vom Verbrauchergerät benötigten Druck sowie dem Leitungsdruckverlust zusammen.HubraumBezeichnet die Gasversorgungskapazität pro Zeiteinheit. Beide können einander nicht ersetzen.
Bei einem und demselben Kompressor kann die tatsächliche Fördermenge unter unterschiedlichen Auslassdrücken variieren. Ein Anstieg des Systemdrucks, verschlechterte Ansaugbedingungen oder eine Temperaturerhöhung können die tatsächlich verfügbare Gasmenge beeinflussen.
Wichtige Punkte, die bei der Auswahl zu prüfen sind
- Ermitteln Sie den erforderlichen Mindestbetriebsdruck sowie den stabilen Druckbereich der Gasverbrauchseinrichtungen.
- Stellen Sie sicher, dass die Nennleistung in Bezug auf den Ansaugzustand, das Freiluftvolumen oder den Normzustand angegeben ist.
- Berücksichtigen Sie die Auswirkungen von Höhe, Temperatur und Luftfeuchtigkeit des Installationsortes auf die tatsächliche Gasmenge.
- Berücksichtigen Sie einen Sicherheitszuschlag für Leitungsverluste, Leckagen und Schwankungen beim Gasverbrauch.
- Überprüfen Sie, ob die Einheiten und Bezugsgrößen auf dem Typenschild, in den technischen Unterlagen und in den Prüfberichten übereinstimmen.
Wesentliche Prüfungspunkte
Die Fördermenge eines Druckluftkompressors bezeichnet in der Regel nicht das „Gasvolumen bei Auslassdruck“, sondern das Volumen des abgegebenen Gases pro Zeiteinheit; zudem ist sie auf einen festgelegten Druck‑ und Temperaturzustand umzurechnen. Bei der praktischen Beurteilung sollten gleichzeitig die Nenn‑Auslassdruck‑Angabe, die Einheit der Fördermenge, der Prüfzustand sowie die jeweiligen Betriebsbedingungen berücksichtigt werden, um zu vermeiden, sich ausschließlich auf einen einzelnen Parameter zu beschränken.
Noch keine Kommentare, willkommen zum Sofa ~