Kann ein Kompressor einfach durch Anschluss an die Stromversorgung betrieben werden?
Die meisten Druckluftkompressoren können nach ordnungsgemäßer Installation und Prüfung unter Strom gesetzt und automatisch Druck aufbauen. Sie speichern nicht wie ein Einweg‑Druckluftbehälter lediglich Gas, sondern komprimieren die Luft kontinuierlich mittels eines Elektromotors oder Motors und führen sie anschließend in den Druckluftbehälter sowie in die Rohrleitungen.
Allerdings ist die sofortige Betriebsbereitschaft nach dem Anschalten eher als kurzfristiger Bedienungskomfort zu verstehen als als dauerhaft wartungsfreier Betrieb. Bei der Erstbenutzung oder nach längerer Stilllegung empfiehlt es sich, zunächst Stromversorgung, Erdung, Ölstand bzw. Schmierzustand, Lufteinlass, Ablassventil sowie die umgebende Belüftung zu überprüfen und anschließend im Leerlauf oder unter leichter Last zu starten und den Betrieb zu beobachten.
Muss das Gas regelmäßig nachgefüllt werden?
In der Regel ist kein regelmäßiges manuelles Nachfüllen des Druckluftbehälters erforderlich. Während des Betriebs des Kompressors erfolgt die automatische Befüllung; sobald der im Behälter herrschende Druck den Abschaltwert erreicht, stoppt der Kompressor, und bei einem Druckabfall infolge des Luftverbrauchs wird er zur Nachdruckaufnahme wieder gestartet. Dieser Vorgang wird von einer Druckregelvorrichtung gesteuert.
Wenn das Gerät häufig startet, die Aufpumpzeit sich verlängert oder der Druck die Anforderungen des Verbrauchs nicht erfüllt, sind häufige Ursachen ein über die Leistungsfähigkeit des Geräts hinausgehender Verbrauch, Leckagen in der Rohrleitung, verstopfte Filterelemente, Funktionsstörungen der Ventile oder eine unzureichende Entwässerung. In solchen Fällen sollte das Gerät abgeschaltet und geprüft werden – es handelt sich nicht einfach um einen Bedarf an externem Nachfüllen von Gas.
Wartung, die im Alltag beachtet werden muss
- Ablassen von Kondenswasser:Im Gasbehälter und in den Rohrleitungen kann sich Wasser ansammeln; es ist entsprechend der Nutzungsintensität abzulassen, um zu vermeiden, dass sich Wasseransammlungen die Qualität der Gasversorgung beeinträchtigen.
- Überprüfung des Schmierzustands:Bei ölgeschmierten Modellen sind Ölstand und Ölqualität zu überwachen; auch bei ölfreien Modellen sind gemäß den Anweisungen die Zustände der entsprechenden Bauteile zu prüfen.
- Luftfilter reinigen:Ein zu stark verschmutzter Filtereinsatz erhöht den Strömungswiderstand, was zu einem Wirkungsgradverlust und einer erhöhten Temperaturerhöhung führt.
- Sicherheitsvorrichtungen überprüfen:Sicherheitsventile, Manometer und Druckschalter sind ordnungsgemäß zu warten; bei Feststellung von Abweichungen sind sie außer Betrieb zu nehmen und zu überprüfen.
- Die Umgebung gut belüften:Vermeiden Sie den langfristigen Betrieb unter hohen Temperaturen, bei übermäßigem Staub oder in geschlossenen, engen Räumen.
Wann ist eine Stilllegung zur Inspektion erforderlich?
Bei außergewöhnlichen Vibrationen, deutlichen Fremdgeräuschen, Überhitzung, Gaslecks, ungewöhnlichem Wasseraustrag, übermäßigen Druckschwankungen oder häufigem An- und Abschalten ist zunächst der Betrieb zu stoppen und die Stromversorgung zu unterbrechen; anschließend ist die Ursache zu ermitteln. Für Teile, die Druckbehälter, elektrische Steuerungen und Sicherheitsventile betreffen, wird von einer eigenständigen Demontage ohne entsprechende Erfahrung abgeraten.
Daher ist ein Druckluftkompressor kein Gerät, das nach dem Einschalten nie wieder beachtet werden muss, und er bedarf auch nicht wie ein Druckgasbehälter einer regelmäßigen externen Nachfüllung. Genauer gesagt: Er kann selbstständig Druckluft erzeugen und den Druck nachregeln, erfordert jedoch je nach Einsatzbedingungen das Entwässern, die Inspektion sowie die Wartung.
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