Eine lange Berichtsdauer bedeutet nicht automatisch, dass der Bericht ungültig wird.
Ob ein Prüfbericht für Druckluftkompressoren einer Nachprüfung bedarf, lässt sich nicht allein anhand der Dauer der Freigabe beurteilen. Der Bericht gibt die Prüfergebnisse des Geräts zum jeweiligen Zeitpunkt wieder; im Laufe der Zeit können sich Betriebsbedingungen, Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen, Umgebungsbedingungen sowie der Zustand sicherheitsrelevanter Komponenten ändern. Daher hängt die Notwendigkeit einer Nachprüfung von der aktuellen Einsatzart, dem Zustand des Geräts sowie den einschlägigen Anforderungen ab.
In diesen Fällen wird eine Nachuntersuchung empfohlen.
- Berichtsdatum bereits älter und Anlage seit langem stillgelegt:Vor der erneuten Inbetriebnahme wird empfohlen, das äußere Erscheinungsbild, die Dichtungen, die Schmierung sowie die elektrischen und sicherheitstechnischen Schutzfunktionen zu überprüfen.
- Es wurden Reparaturen, Umbauten oder der Austausch kritischer Komponenten durchgeführt:Bei Komponenten wie Drucksystemen, Steuerungssystemen, Sicherheitsventilen und Manometern empfiehlt sich eine erneute Zustandsüberprüfung.
- Bei Auftreten von ungewöhnlichen Geräuschen, Vibrationen, Temperaturanstiegen, Leckagen oder Alarmen:Man sollte sich nicht ausschließlich auf alte Berichte verlassen, sondern rechtzeitig Nachprüfungen und Tests durchführen.
- Verwendet für Abnahme, Ausschreibungen, Mietübergabe oder Kundenprüfungen:Die Anwender legen in der Regel Wert auf die Aktualität der Berichte; bei Bedarf können zusätzliche jüngste Prüfprotokolle beigefügt werden.
Langzeitunbenutzte Geräte dürfen nicht allein auf der Grundlage alter Berichte bewertet werden.
Auch wenn ein Druckluftkompressor über längere Zeit nicht in Betrieb war, können Feuchtigkeit, Rostbildung, alternde Dichtungen, verunreinigtes Schmieröl oder fehlerhafte Sicherheitseinrichtungen die Betriebssicherheit beeinträchtigen. Alte Prüfberichte dienen zwar als historische Referenz, lassen jedoch keine vollständige Aussage über den aktuellen Zustand zu. Soll das Gerät wieder in Betrieb genommen werden, empfiehlt sich zunächst eine grundlegende Überprüfung; anschließend ist anhand der Ergebnisse zu entscheiden, ob eine umfassende Wiederholprüfung erforderlich ist.
Welche Unterlagen können vor der Wiederholungsprüfung zusammengestellt werden?
- Ursprünglicher Prüfbericht:Ermöglicht den Vergleich von historischen Daten mit dem aktuellen Status.
- Wartungs- und Instandhaltungsprotokoll:Dazu gehören der Austausch von Filterelementen, Schmierstoffen und Dichtungen sowie weitere Arbeiten.
- Fehler- und Wartungsprotokoll:Hilft den Prüfern, Risikopunkte schnell zu lokalisieren.
- Laufzeit und Betriebsbedingungen:Wie beispielsweise der Dauerbetrieb, der Intervallbetrieb sowie Umgebungen mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit.
Wie lässt sich feststellen, ob eine Nachprüfung erforderlich ist?
Wenn das Gerät nur kurzzeitig außer Betrieb ist, die Wartung ordnungsgemäß durchgeführt wurde und keine Auffälligkeiten vorliegen sowie der Nutzer keine zusätzlichen Anforderungen an die Berichtsfrist stellt, kann in der Regel zunächst eine Sicht‑ und Funktionsprüfung vorgenommen werden. Handelt es sich bei dem Gerät jedoch um ein sicherheitsrelevantes System, um Druckkomponenten, um eine kontinuierliche Produktion oder um eine externe Abgabe, wird empfohlen, sich an eine entsprechend qualifizierte Prüfstelle oder an die Geräteverwaltungsabteilung des Einsatzbetriebs zu wenden, um anhand der konkreten Anforderungen und des jeweiligen Zustands vor Ort zu entscheiden, ob eine Nachprüfung erforderlich ist.
Noch keine Kommentare, willkommen zum Sofa ~