Zunächst werden die Bedeutungen von „8 Drücke“ und „10 Drücke“ klargestellt.
Im täglichen Gespräch über Druckluftkompressoren beziehen sich „8 bar“ und „10 bar“ in der Regel auf einen Auslassdruck von etwa 0,8 MPa bzw. 1, 0MPa In verschiedenen Regionen oder vor Ort wird häufig die Einheit „Kilogramm“ verwendet; bei der tatsächlichen Auslegung sind jedoch nach wie vor das Typenschild des Geräts, die Einstellwerte des Steuerungssystems sowie die Anforderungen an die Verbrauchsstelle maßgeblich.
Das Wesentliche bei der Auswahl ist nicht die Höhe des Drucks, sondern die Übereinstimmung.
Bei der Auswahl zwischen einem Kompressor mit 8 bar oder 10 bar ist zunächst der minimale, stabile Betriebsdruck der verbrauchenden Anlagen zu berücksichtigen; anschließend sind die Druckverluste in Leitungen, Filtern, Trocknern und weiteren Komponenten hinzuzurechnen. Erfordert das Endgerät lediglich einen niedrigeren Druck, ist eine willkürliche Wahl eines höheren Drucks nicht unbedingt sinnvoll.
- Die Auswahl von 8 Drücken ist häufiger:Bei gewöhnlichen Druckluftwerkzeugen, der üblichen Entstaubung, bestimmten Verpackungsanlagen sowie der allgemeinen Werkstatt‑Druckluftversorgung kann bei Einhaltung des Enddrucks in der Regel ein System mit 0,8 MPa in Betracht gezogen werden.
- Wählen Sie 10, das ist noch sicherer:Bei hohen Druckanforderungen an den Entnahmepunkt, langen Rohrleitungen, einer großen Anzahl von Bögen und Armaturen sowie bei möglicher späterer Erweiterung der Anlage oder wenn die Endstelle empfindlich gegenüber Druckschwankungen ist, kann eine Auslegung mit 1,0 MPa geprüft werden.
Mögliche Auswirkungen eines zu hohen Blutdrucks
Wenn ein Druckluftkompressor über einen längeren Zeitraum unter Druckbedingungen betrieben wird, die über den tatsächlichen Bedarf hinausgehen, können dadurch erhöhte Energiekosten, verlängerte Anfahrzeiten sowie eine stärkere Wärmeentwicklung im System entstehen. Zudem steigen mit zunehmendem Druck auch die Belastungen im Kompressionsprozess und an den Rohrleitungsabdichtungen; daher ist es nicht empfehlenswert, den Druck ausschließlich aus Gründen eines großen Sicherheitsabstands unbegründet zu erhöhen.
Mögliche Auswirkungen eines zu niedrigen Drucks
Wird der Druck zu niedrig eingestellt, können sich unter anderem eine Verlangsamung der Betätigung der Endgeräte, Startschwierigkeiten sowie Beeinträchtigungen des Produktions‑Takts ergeben. Insbesondere bei gleichzeitigem Gasverbrauch mehrerer Anlagen, deutlich ausgeprägten Gasverbrauchsspitzen oder hohen Leitungsverlusten tritt ein zu niedriger Druck noch leichter zutage.
Es wird empfohlen, die folgenden Schritte zur Beurteilung zu befolgen.
- Erfassen Sie den Nenndruckbereich sowie den niedrigsten verfügbaren Druck aller gasbetriebenen Geräte.
- Bestätigen Sie die Rohrleitungslänge, die Anzahl der Anschlüsse sowie die Druckverluste, die durch Filter und Trockner entstehen.
- Berücksichtigen Sie, ob bei Spitzenverbrauchswerten ein Druckabfall auftritt.
- Berücksichtigen Sie einen angemessenen Sicherheitsabstand, vermeiden Sie jedoch eine übermäßige Erhöhung des Abluftdrucks.
- Die tatsächlichen, vor Ort gemessenen Drücke sowie der Betriebszustand des Kompressors dienen als Grundlage für die Anpassungen.
Fazit: Priorisieren Sie einen Druck, der gerade ausreicht und noch einen leichten Spielraum bietet.
Wenn die bestehenden Gasverbrauchsgeräte bei einem Abgasdruck von 0,8 MPa stabil betrieben werden können und der Enddruck ausreichend hoch ist, besteht in der Regel kein Grund, einen Druckabfall von 10 bar zu wählen. Sind hingegen hohe Anforderungen an die Entnahmestellen zu erfüllen, sind die Leitungsverluste deutlich spürbar oder sind künftige Erweiterungen vorgesehen, kann ein Druckabfall von 10 bar in Betracht gezogen werden. Eine noch sicherere Vorgehensweise besteht darin, den Druck entsprechend den tatsächlichen Betriebsbedingungen einzustellen und nach Beobachtung der Betriebsdaten gegebenenfalls feinjustiert zu werden.
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