Bei feuchtem Wetter ist die Wasserabführung aus dem Druckluftsystem besonders sorgfältig zu gewährleisten; der Hauptgrund hierfür liegt darin, dass der Wasserdampfgehalt der Umgebungsluft stark ansteigt, wodurch sich das Kondenswasser im System deutlich schneller bildet als unter normalen Betriebsbedingungen. Wird dieses nicht rechtzeitig abgeführt, kann es zu vielfältigen Schäden führen.
Geräteschäden vermeiden: Stauendes Wasser emulgiert das Schmieröl des Kompressors und nimmt ihm die Schmierwirkung; in schweren Fällen kann dies zum Ausfall des Verdichterkopfs führen. Zudem begünstigt es die Korrosion metallischer Bauteile wie Rohrleitungen und Ventilkörper, was die Lebensdauer der Anlage erheblich verkürzt.
Sicherstellung der Druckluftqualität: Verbleibendes Wasser gelangt mit dem Luftstrom in nachgeschaltete Verbraucher und beeinträchtigt die Genauigkeit pneumatischer Komponenten. Bei Prozessen wie der Lackierung oder der Lebensmittelverarbeitung kann dies zudem zu Produktfehlern und damit zu umfangreichen Ausschuss‑ und Qualitätsverlusten führen.
Aufrechterhaltung der Systemsstabilität: Sich ansammelndes Wasser verstopft Leitungen und verringert die Effizienz der Öl‑Gas‑Trennung, was zu Druckdifferenz‑Anomalien und sogar zu Druckschwankungen im System führt und die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen und Stillständen erhöht.
Unter normalen Betriebsbedingungen ist der Druckluftbehälter mindestens viermal pro Schicht zu entwässern; bei feuchtem Wetter ist die Entwässerungshäufigkeit entsprechend der tatsächlichen Kondensatmenge flexibel zu erhöhen. Alternativ können automatische Abläufe eingesetzt werden, um ein versehentliches Unterlassen der manuellen Entwässerung zu vermeiden.