Wie entsteht die Entwässerung bei Druckluftkompressoren?
Nach der Kompression der Luft steigt ihre Temperatur; beim Kühlen und während der Abkühlung im Druckluftbehälter kondensiert der Wasserdampf zu flüssigem Wasser, das über das Entlüftungsventil oder den automatischen Entwässerungsmechanismus abgeführt wird. Im Wesentlichen handelt es sich um Kondenswasser, dessen Zusammensetzung jedoch von den Einlassbedingungen, der Anlagenkonstruktion sowie dem Wartungszustand abhängt.
Zu welcher Kategorie gehört es normalerweise?
- Allgemeines industrielles Kondensat:Handelt es sich bei der Druckluftanlage um ein ölfreies Modell, sind die Rohrleitungen sauber und das Abwasser weist keine deutlichen Beimischungen von Ölen oder chemischen Zusätzen auf; in der Regel kann es entsprechend den allgemeinen Vorgaben für industrielles Abwasser bewertet werden.
- Ölhaltiges Abwasser:Wenn das Gerät Schmieröl zur Durchführung des Kompressions- oder der Öl‑Luft‑Trennprozesses einsetzt, können die Abwässer emulgiertes Öl, Oberflächenöl sowie partikuläre Verunreinigungen enthalten und werden häufig als öllastiges Abwasser eingestuft.
- Abwasser, das einer weiteren Identifizierung bedarf:Falls Reinigungsmittel, Rostschutzmittel, Kühlschmierstoffe oder andere gemäß den örtlichen Umweltschutzvorschriften zu prüfende Verunreinigungen eingemischt werden, ist dies anhand der Prüfergebnisse zu beurteilen.
Kritische Faktoren der Klassifizierung von Einflüssen
Bei der Klassifizierung ist insbesondere auf die Geräteart, das Erscheinungsbild des Abwassers, den Geruch, das Vorhandensein von Ölflecken, die Durchführung einer Öl-Wasser-Trennung, die jeweilige Branchen‑ und Prozesskette sowie die örtlichen Emissionsvorgaben zu achten. Allein aufgrund der Aussage „Wasser, das aus dem Druckluftkompressor abgegeben wird“, lässt sich keine eindeutige Kategorie festlegen.
Übliche Vorgehensweisen
- Zunächst ist eine Sammlung an der Quelle vorzunehmen, um ein direktes Einleiten in das Regenwassernetz zu vermeiden.
- Für Abwässer, die möglicherweise Öl enthalten, sind Ölabscheider oder Auffangbehälter vorzusehen.
- Regelmäßige Überprüfung der Wasserqualitätsparameter, wie z. B. Gehalt an Erdölfraktionen, Schwebstoffe und pH-Wert.
- Wählen Sie gemäß den Anforderungen der örtlichen Behörden eine konforme Entsorgungsart.
Empfehlungen für Unternehmensvorgänge
Es wird empfohlen, ein Abwasserverzeichnis einzurichten, in dem die Abwasserableitungsfrequenz, die Herkunft sowie die Behandlungsverfahren dokumentiert werden. Sollte die Zuordnung der Abwasserkategorie unsicher sein, kann eine fachkundige externe Prüfung beauftragt oder die örtliche Umweltschutzbehörde konsultiert werden, um zu vermeiden, dass nicht eindeutig geklärtes Abwasser unmittelbar eingeleitet wird.
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