1. Beurteilungsgrundlage: Ob es sich um eine Sondermaschine handelt
Gemäß dem „Verzeichnis der Sonderanlagen“ (Bekanntmachung Nr. 3 des Staatlichen Amtes für Aufsicht über Markt und Verwaltung aus dem Jahr 2019) werden Druckbehälter als geschlossene Geräte bezeichnet, die Gase oder Flüssigkeiten aufnehmen und einem bestimmten Druck standhalten. Die Frage, ob ein solcher Behälter der behördlichen Aufsicht unterliegt, hängt maßgeblich davon ab, ob seine Betriebsparameter den in der TSG 21—2016 „Sicherheitstechnische Inspektionsvorschriften für ortsfeste Druckbehälter“ festgelegten Anwendungsbereich erfüllen.
2. Analyse der typischen Betriebsbedingungen mobiler Kompressoren
Häufige mobile Kompressoren sind in der Regel Verdrängerkompressoren; ihre Druckluftbehälter (Puffertanks) verfügen in der Regel über eine drucktragende Funktion. Wenn das Fassungsvermögen dieses Druckluftbehälters ≥ 25 l und der Betriebsdruck ≥ ist… 0.1MPa (Bezugsdruck); ist das Medium außerdem ein Gas, so erfüllt dies die grundlegende Definition eines Druckbehälters gemäß TSG 21.
3. Wesentliche Aspekte der Aufsicht: Gesamtmaschine versus Schlüsselkomponenten
Zu beachten: Das mobile Kompressorsystem als Ganzes gilt nicht als Sonderanlage; jedoch handelt es sich bei dem zugehörigen Druckluftbehälter, sofern er die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, um einen Druckbehälter, der gemäß den Anforderungen von TSG 21 zu planen, herzustellen, einer behördlichen Inspektion zu unterziehen und zur Nutzung anzumelden ist.
4. Praktische Empfehlungen
- Prüfen Sie das Volumen des Druckluftbehälters, den Auslegungsdruck sowie die Art des Mediums gemäß dem Typenschild der Anlage und den Werksunterlagen.
- Prüfen, ob das Produkt über das Kennzeichen der Herstellungserlaubnis für Sonderanlagen (TS) verfügt;
- Der Nutzungsbetrieb hat die Nutzungsregistrierung gemäß den gesetzlichen Vorschriften vorzunehmen und die Verantwortung für die regelmäßige Prüfung sowie die tägliche Instandhaltung zu übernehmen.