1. Grundlage der Schwingungsnormen für Kompressoren-Hauptaggregate
Die Schwingungsbewertung der Kompressoreinheit richtet sich im Wesentlichen nach internationalen Normen. ISO 20816 „Mechanische Schwingungen – Bewertung der Maschinenschwingungen durch Messungen an nicht rotierenden Bauteilen“; diese Norm unterteilt die Schwingungsintensitätsstufen nach Geräteart, Betriebsdrehzahl und Einbaulage und stellt somit einen einheitlichen Bezugspunkt für die Vor-Ort-Überwachung bereit.
2. Typische Bereiche der Schwingungswerte (mm /s RMS)
- Guter Zustand: ≤2.8 mm /s (geeignet für die meisten mittelgroßen stationären Luftkompressoren)
- Akzeptabler Bereich: 2.8–4.5 mm /s (erhöhte Überwachung erforderlich, Ermittlung potenzieller Auffälligkeiten)
- Frühwarnschwelle: 4.5–7.1 mm /s (Es wird empfohlen, einen Stillstand zu veranlassen, um Lager, Ausrichtung und die Steifigkeit des Fundaments zu prüfen)
- Gefahrenniveau: >7.1 mm /s (erhebliche Gefahr einer mechanischen Störung; Betrieb umgehend einstellen)
3. Die Rolle der Schwingungsüberwachung in der Fehlerdiagnose
Die kontinuierliche Schwingungsüberwachung ermöglicht die frühzeitige Erkennung typischer Störungen wie Rotorauswuchtfehler, Lagerverschleiß, Wellenausrichtabweichungen, Druckschwankungen im Luftstrom sowie losen Fundamentbolzen. In Verbindung mit der Spektralanalyse lassen sich die jeweiligen Fehlerursachen präzise zuordnen, was die Effizienz der vorbeugenden Instandhaltung erhöht und unvorhergesehene Stillstände sowie Folgeschäden vermeidet.